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Ratgeber Hintergrundinformationen Geschichte

Geschichte der Detektive


Hintergründe zur Herkunft

Sherlock Holmes

Detektive sind heutzutage Experten in ihrem Fach. Die Nachfrage nach Aufklärung und Recherche wird erfüllt, und private sowie wirtschaftliche Kunden zufrieden gestellt. Aber seit wann gibt es Detektive, wie sieht es in Deutschland aus und wie ist der Beruf eigentlich entstanden?

Der Beruf des Detektivs bringt es mit sich, dass man im Untergrund agiert und eben keine Spuren hinterlässt. Deshalb ist in den Zeugnissen vergangener Zeit auch nur wenig über Detektive dokumentiert.

Wir haben deshalb eine andere Vorgehensweise angewandt, die wir Ihnen zunächst kurz vorstellen möchten.

  1. Einige Fragestellungen, zur Ausgangssituation
  2. Geschichte der Detektive (zeitliche Gliederung)
  3. Detektive in Deutschland

Zunächst ist es notwendig eine Begriffsabgrenzung vorzunehmen, damit es ein gemeinsames Verständnis von der Bedeutung des Wortes „Detektiv“ gibt:

Definition: Ein Detektiv ist eine Person, die Beweismaterial durch Recherchen, Befragungen oder Beobachtungen für private und gewerbliche Kunden im Rahmen seiner Haupt- oder Nebentätigkeiten zur Verfügung stellt und diese ggf. vor Gericht bezeugt.

Interessante Fragestellungen

Das Wort „Detektiv“ leitet sich vom Lateinischen etegere = entdecken, aufdeckend ab. Es hat aber heutzutage im Deutschen und Englischen eine ander Bedeutung.

Mehr zur Wortherkunft

In der englischen Sprache bezeichnet man mit dem Wort „Detective“ einen Ermittler, der entweder privat ermittelt oder Teil der Polizei ist. Die Bezeichnung „Detective“ ist in der englischen Sprache die Bezeichnung eines Ranges bei der Polizei, der durch eine entsprechende Dienstzeit oder eine Ausbildung erworben wird. Privatdetektive heißen hier „Private Investigators“.

In Deutschland steht das Wort Detektiv nicht nur für den Privatermittler, der im Bereich privater Streitigkeiten ermittelt. Er umfasst auch den Aufgabenbereich einer Wirtschaftsdetektei, es findet in aller Regel keine Unterscheidung in „Privatdetektiv“ oder „Wirtschaftsdetektiv“ statt.

Warum gibt es Detektive?

Bevor man sich die Frage stellt, seit wann es Detektive gibt, möchten wir die Frage beantworten, warum es Detektive eigentlich gibt. Die Antwort ist prinzipiell ganz einfach:

Gründe für das Entstehen von Detektiven

Detektive gibt es, weil ein Bedarf nach derartigen Dienstleistungen besteht. Zum einen wollen viele Bürger im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten selbst für Ordnung sorgen und nicht alle Aufgaben komplett der Polizei überlassen. Zum anderen gibt es Ausgangssituationen, wo die Polizei nicht, oder nur unzureichend aktiv wird (bspw. wird die Suche nach vermissten Personen irgendwann reduziert bzw. eingestellt).

Ein typisches Beispiel ist hier der Kaufhausdetektiv. Da die Polizei nicht ständig im Kaufhaus anwesend sein kann, setzen viele Ladenbesitzer hier eigenes Sicherheitspersonal ein. Darüber hinaus gibt es natürlich auch private Ermittlungsbereiche, in denen es nicht um die Aufklärung von Straftaten geht und die Polizei oder andere Strafverfolgungsbehörden deshalb nicht tätig werden.

Das klassische Beispiel ist der Detektiv, der die Untreue eines Ehepartners aufklärt. Schließlich gibt es auch Fälle, in denen die staatlichen Ermittlungsbehörden nicht mit der gebotenen Effizienz tätig werden können und man deshalb im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten das Recht in die eigene Hand nimmt.

Seit wann gibt es einen Markt für Detektive?

Dienstleistungen sind kein Gut, wo eine Nachfrage geschaffen werden kann – Im Gegensatz zu der Schaffung des Smartphone Marktes durch Apples Iphone. Es gibt also erst Detektive, seit dem auch eine entsprechende Nachfrage besteht.

Seit wann gibt es Detektivdienstleistungen?

Also kann man sich fragen: Seit wann gibt es den Bedarf an den Dienstleistungen eines Detektivs? Sicherlich werden einige Grundbedürfnisse des Menschen durch Detektive abgedeckt: Sicherheit, Wissen, Neugierde sowie Schutz.

Dennoch gibt es einige Grundvoraussetzungen zur Entstehung einer Nachfrage nach Detektiven:

  • Menschenansammlungen und urbane Wohnsituation
  • Ein gewisses Maß an Spezialisierung

Im Folgenden haben wir versucht geschichtlich verwertbare Beweise zu finden, die das Auftreten von Detektiven, gemäß unserer Defintion, belegen können.

Die Geschichte der Detektive

Sherlock Holmes und Dr. John Watson

Bei der Recherche der Geschichte der Detektive fällt auf, das es wenige Dokumente gibt, die Rollen in der Vergangenheit belegen. Es gibt einige schriftliche Dokumentationen, jedoch reichen diese nicht weit zurück.

Seit wann gibt es nun Detektive?

Wir gehen davon aus, dass eine Spezialisierung auf Dienstleistungen eines Detektivs erst in einer größeren Stadt stattfinden kann, denn verdeckte Ermittlungen unter Bekannten sind zum Scheitern verurteilt. Die Städtegründungen reichen viele tausende Jahre zurück (Quelle Wikipedia) bis hin zum vorläufigen Höhepunkt der Stadt Rom, mit mehr als 1. Mio. Einwohner im Jahre 330.

Mit Sicherheit gab es jemanden, der bereits damals der Nachfrage eines Detektivs nachging:

  • Nachforschungen bei Diebstahl (wenn es keine Schutzmacht gab, oder diese keinen Lappalien nachgehen wollten)
  • Spionage bei Feinden, um die Truppenstärke und Befestigungsanlagen auszuspähen
  • Es gab schon immer Untreue in Partnerschaft, Eifersucht und Neugierde nach der Wahrheit

Es ist also durchaus anzunehmen, dass der Beruf des Detektivs älter ist, als es nachgewiesen werden kann. Denn eine Nachfrage nach Dienstleistungen eines Detektivs gab es vermutlich. Wer die Nachfrage letztendlich befriedigte ist offen, Söldner, aktive oder ehemalige Soldaten oder Privatleute könnten diese Rolle übernommen haben.

Im 18. Jahrhundert

Dokumente belegen das Auftauchen von Detektiven in England, London. Durch die Industrialisierung war London zu einer Stadt verkommen, das von Elend geprägt war. Ebenso unsicher war es auf den Straßen, denn eine Polizeibehörde gab es noch nicht und gerade nachts konnte man sich nicht mehr auf die Straßen wagen.

Mit dieser Situation wollte sich Friedensrichter und Schriftsteller Sir Henry Fielding nicht abfinden. Er kam 1750 auf die Idee eine Straßenpatrouille zu gründen, die sog. „Bow Street Runners“. Diese Truppe ermittelte zunächst, mangels Uniformen, in zivil. Dank der unauffälligen Erscheinung konnten zahlreiche Erfolge verbucht werden. Private Ermittlungsfirmen schlossen sich an und boten Sicherheits- und Wachdienste an. Die Ermittler in zivil wurden anschließend als „Detectives“ bezeichnet, was im englischen Sprachgebrauch bis heute so ist. (Quelle: Planet Wissen)

Die Geschichte in Deutschland

Deutschland im 19. Jahrhundert

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden dann auch die ersten Detekteien in Deutschland. Denn mit Beginn der Industrialisierung wollten auch immer mehr Geschäftsleute Wirtschaftsauskünfte über ihre Geschäftspartner erhalten. Auch der Erfolg der Privatermittler in England gab Ausschlag zur Gründung von deutschen Detektivinstituten.

Schon 1860 gründete ein Makler in Stettin das „Erkundungsbüro zur Wahrung kaufmännischer Interessen für Stettin und die Provinz Pommern“. Auch in vielen anderen Städten wurden zu dieser Zeit die ersten Detekteien gegründet. In vielen Fällen waren es ehemalige Polizeibeamte, die sich damit ihre Kenntnisse der jeweiligen Kriminalitätssituation zunutze machen. Aber auch in Privatsachen, wie zum Beispiel Ehebetrug, Scheidungen oder Unterhaltsstreitigkeiten, wurden in immer mehr Fällen Detektive beauftragt.

Eng verbunden mit der Geschichte der Detektive in Deutschland ist die Gründung von Verbänden, die auch heute noch einen entscheidender Teil des Gewerbes darstellen. So wurde schon 1896 der „Reichsverband Deutscher Detektiv-Institute“ als zentrale Vertretung für ganz Deutschland gegründet. Von dem Erfolg getragen, entstanden bis zum ersten Weltkrieg Detekteien in allen größeren Städten in Deutschland. Und auch im Anschluss waren die Detektivdienstleistungen besonders gefragt, da die politischen unsicheren Zeiten, für eine hohe Nachfrage sorgten.

Mit dem Erstarken der rechtsradikalen Kräfte und dem Aufstieg Hitlers hatten die Detekteien jedoch keinen Platz mehr.

Recht und Wahrheit hatten in der Ideologie der Nazis keine Daseinsberechtigung, somit mussten sich die Detektive nach anderen Aufgaben umsehen. Mit dem zweiten Weltkrieg und der anschließenden Nachkriegszeit hatten die Menschen in Deutschland schlichtweg andere Probleme, als Ehebruch oder vorgetäuschte Krankheit. Dennoch wurde bereits kurz nach dem ersten Weltkrieg der erste Verband für Detektive gegründet. Und durch die Verabschiedung des Grundgesetztes 1949, und dem Recht auf Gewerbefreiheit, war es Detektiven wieder möglich ihrer Arbeit nachzugehen.

In den Folgejahren wurden noch weitere, heute etablierte Detektivverbände gegründet. Dazu gehören:

  • Der Bund Deutscher Detektive (BDD) e.V.
  • Bund Internationaler Detektive (BID) e.V.
  • Der Zentralverband der Auskunftei-, Detektei- und Inkasso-Unternehmen (ZV) e.V.

Die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg verlief in Ostdeutschland bekanntermaßen anders als in der BRD. Durch die Gängelung durch die Machthaber war es nicht möglich freie Entscheidungen zu treffen. Eine Detektivgewerbe konnte in einer solchen Situation nicht entstehen und wäre niemals geduldet worden. Schon gar nicht, da es eine Parallelorganisation zur Stasi dargestellt hätte. Deshalb konnten sich unabhängige Detekteien in Ostdeutschland erst im Jahr 1990 entwickeln. Sicherlich hatten die Detekteien in Westdeutschland dadurch einen Startvorteil und konnten den freien Markt relativ einfach besetzen.

Die Situation heute

Mit der Internationalisierung der Wirtschaft wird es auch immer wichtiger, international zusammenzuarbeiten, das macht auch nicht vor dem Detektivgewerbe halt. Gerade in Fällen von Wirtschaftskriminalität erwarten Kunden eine bundes- bzw. weltweite Abdeckung der Wirtschaftsdetektei. Denn Verbrechen macht kein Stopp vor Landesgrenzen, möglicherweise wird dies noch zu Zusammenschlüssen führen oder verschafft weltweit-aktiven Detekteien einen Wettbewerbsvorteil.

In Deutschland sind rund 1300 bis 1500 Detekteien aktiv, die Fälle werden dabei von etwa doppelt so vielen Detektiven betreut. Im Zusammenhand mit der Eurokrise sind viele Insolvenzen unter Detekteien zu beobachten, auch wenn man meinen möchte, dass zahlungsunfähige Kunden Beauftragungen von Detekteien zur Folge hätten.